Entstanden aus einer Initiative von Studierenden der Universität, lädt das Protohaus in Form einer offenen Werkstatt zu allem ein, was das Handwerker-Herz höher schlagen lässt. Auch bei den Auszubildenden im Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe Braunschweig stieg der Puls.

Melanie Okon, Patrick Lorenz, Ozan Yildirim, Göktug Cercel und Daniel Patzer nutzten die Chance und erweiterten ihre Kenntnisse in der Bearbeitung von Holz. An modernen CNC-gesteuerten Maschinen erprobten sie sich. Mit Hilfe eines Laser-Cutters wurden kleine Holztäfelchen getrennt, die nachher zu einem Spiel verarbeitet wurden. Ferner beschrifteten die Auszubildenden einen Transportbehälter aus Holz mit Lasertechnik. Diesen montierten sie anschließend auf einem Fahrrad zum 175. Geburtstag von Heinrich Büssing.

Fasziniert von den vielen Möglichkeiten, kamen sie kaum dazu, das Protohaus komplett zu erkunden. So hält das von der Stadt Braunschweig geförderte gemeinnützige Projekt unter anderem noch eine Metall- und eine Textilwerkstatt bereit. Auch ein Hightec-Gewächshaus steht zur Verfügung. Weiter sind ein Elektronik-Labor sowie ein Bereich für virtuelle Realität vorhanden.Dort kann an leistungsstarken Computern die Produktion von morgen erprobt werden.

Für die Lebenshilfe Braunschweig soll es weitergehen. „Wir wollen versuchen, den Besuch regelmäßig mit unseren Azubis durchzuführen“, berichtet Andrea Stolze, Ausbilderin im Handwerksbereich der Lebenshilfe Braunschweig.

Text: Frank Rogalski, Fotos: Protohaus und Lebenshilfe Braunschweig