13.06.2018_Fans von Hannover 95 plus eins und Eintracht Braunschweig auf einem Gruppenfoto einträchtig vereint? Unmöglich? Mitnichten. So gesehen beim Derby Cup, dem ersten inklusiven Fußballturnier in Braunschweig. „In den Farben getrennt, im Leben vereint“, lautete das Motto. Die Lebenshilfe war mit zwei Teams dabei.

Patrick Leonardi, Behindertenfanbeauftragter von Eintracht Braunschweig, hatte die Idee und schnell Mitstreiter gefunden: Sein hannoverscher Kollege Detlef Kühne war sofort mit von der Partie. Auch Christoph Burow, Vorsitzender des Fanclubs „Eintracht inklusiv“, an dessen Gründung auch das Bildungszentrum der Lebenshilfe beteiligt war, half bei Vorbereitung und Durchführung des Turniers.

Und das kam bei den Gästen bestens an: „Es macht Spaß, Menschen zu vernetzen und etwas Gutes zu tun“, „Wahnsinn, was in Braunschweig alles möglich ist und mit wieviel Spaß unsere Mannschaften ins Turnier gegangen sind“ und „Wir haben noch viel mehr vor“, lauteten die Kommentare nach dem Turnier seitens des Organisationsteams. Eine Überraschung gab es für alle sieben teilnehmenden Teams im Anschluss: Die Footballer von den Braunschweig Lions hatten zum Besuch des Heimspiels gegen Hamburg eingeladen. Auch das wurde von den Gästen gerne genutzt.

Fußball wurde natürlich auch gespielt. Hier lag die Mannschaft der Lebenshilfe Seelze vorn, gefolgt vom Team Lebenshilfe Braunschweig eins und dem Caritas Netzwerk Salzgitter. Den Fairness-Preis erhielt die Auswahl der Lebenshilfe Peine-Burgdorf. Der hätte beinahe doppelt vergeben werden müssen: Die zweite Mannschaft der Lebenshilfe in Blau-Gelb trennte sich von den Schwarz-Grünen aus Hannover mit 1:1.